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China - Peking
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Als politisches und kulturelles Zentrum Chinas ist die Beamtenstadt Peking eine der bedeutendsten Städte der Welt. Das
heutige Stadtgebiet ist bereits seit prähistorischen Zeiten besiedelt und war im 3. Jahrhundert v. Chr. Hauptstadt der
Qin-Dynastie, unter der das Reich erstmals geeinigt wurde. In den folgenden Jahrhunderten kam es mehrmals zu
Reichszersplitterungen und erneuten Reichseinigungen unter verschiedenen Dynastien. 1272 n. Chr. wurde Peking (das zu
dieser Zeit Taitu oder Khanbalik hieß) während der Herrschaft unter Kubilai Khan zum politischen Zentrum des
Mongolenreiches. Während der Ming-Dynastie, unter der die Mongolen aus der Stadt vertrieben wurden, sind im 15.
Jahrhundert große Teile neu erbaut worden, und die Stadt erhielt den Namen Peiping. In dieser Zeit entstanden der
Kaiserpalast und viele andere Gebäude, die noch heute das Aussehen der Stadt prägen. Die rechteckig angelegte Innere Stadt
umfasst u. a. die von Mauern umgebene Verbotene Stadt (die Residenz der Kaiser) und die Kaiserstadt. Der Inneren Stadt
schließt sich im Süden die Äußere Stadt an, die durch Geschäfte und Industriebetriebe geprägt ist. 1949 wählte die neue
kommunistische Regierung Peking als Hauptstadt der Volksrepublik China und knüpfte damit an seine 700-jährige Vergangenheit als Zentrum der politischen Macht an.
Das heutige Stadtbild von Peking trägt starke Spuren der radikalen Umgestaltung durch die Kommunisten. Die traditionellen
Hofhäuser mussten weitgehend gesichtslosen Hochhäusern weichen. Dennoch haben bedeutende Kulturgüter überlebt, wie die
kaiserliche Palastanlage, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, oder zahlreiche Tempel, die von der
buddhistischen, konfuzianischen und daoistischen Tradition Zeugnis ablegen. In einigen Vierteln haben sich die typischen
engen Straßen erhalten, die von Menschen wimmeln und in denen sich das Leben noch weitgehend im Freien abspielt. Um den
50 ha großen Tian-an-men-Platz (Platz des Himmlischen Friedens) liegen die wichtigsten kommunistischen Prachtbauten, wie
die Große Halle des Volkes und das Mausoleum Mao Tse-tungs; auf diesem Platz wurde 1989 eine Versammlung
demonstrierender Studenten gewaltsam niedergeschlagen. Obgleich die Stadt eine U-Bahn besitzt, ist für Hunderttausende
ihrer Bewohner das Fahrrad wichtigstes Verkehrsmittel. Peking ist die zweitgrößte Stadt Chinas.
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